Teutonia

Singen macht Spaß, Singen tut gut, ja, Singen macht munter und Singen macht Mut

Presseberichte 2011


03.01.2011
Das Jahr der Teutonia

Villmar. Stolz ist man bei der Teutonia darauf, dass der Verein trotz des respektablen Alters, gestützt auf das Fundament einer langen Tradition, sich Neuem gegenüber immer aufgeschlossen zeigt. Dies wird bei den musikalischen Veranstaltungen anlässlich des Jubiläums zu sehen bzw. hören sein.
Folgende Veranstaltungen sind geplant:
13. März Gedenkgottesdienst
19. März Akademische Feier
14.Mai Rückblick 175 Jahre
20. August Gruppensingen
22. Oktober das große Jubiläumskonzert.
Näheres zu den einzelnen Veranstaltungen wird noch bekanntgegeben.


Operettenaufführungen
Es war eine kleine Schar junger Männer, die sich 1836 zusammentaten und den Gesangverein «Teutonia» gründeten. Die Operettenaufführungen und Kappensitzungen in der Nachkriegszeit sind unvergessen und fester Bestandteil der Vereinsgeschichte. Unter dem langjährigen Chorleiter Berthold Egenolf (von 1953 bis 1992) verlagerte die «Teutonia» ihren Schwerpunkt auf anspruchsvolle Konzerte und die Teilnahme an Bundesleistungssingen und Bundessängerfesten. Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen geben noch heute Zeugnis von der Leistungsstärke des Vereines.
Für jeden erkennbar rückte ernsthaftes künstlerisches Bemühen unter Verzicht auf modisch reißerische Oberflächlichkeit in den Mittelpunkt der Chorarbeit. An diesem Anspruch hält die Teutonia auch unter ihrem Dirigenten Dr. Georg Hilfrich (seit 2001) bis heute fest. In zahlreichen Konzerten beweist die «Teutonia» immer wieder ihr hohes musikalisches Niveau und zeichnet sich durch sorgsam ausgewählte und zusammengestellte Chorliteratur sowie abwechslungsreiche Solisten- und Instrumentalbeiträge aus.

Unvergessene Höhepunkte der jüngeren Vereinsgeschichte waren zweifellos das Festkonzert anlässlich des 150-jährigen Bestehens gemeinsam mit dem Frankfurter Dornbusch Orchester sowie die Aufführung von Carl Orffs «Carmina Burana» gemeinsam mit der Marienschule Limburg und dem Orchester der Kreismusikschule sowie das Jubiläumskonzert zum 170-jährigen Vereinsjubiläum mit Werken aus Oper und Operette.

Einen, in mancher Augen «revolutionären» Schritt wagte die «Teutonia» im Jahre 2004 mit der Einrichtung eines Frauenprojektchores, der ursprünglich nur für die Mitwirkung beim Jubiläumskonzert 2006 gegründet wurde. Zur Überraschung vieler gefiel den mitwirkenden Frauen das gemeinsame Singen so gut, dass der Frauenchor (40 Sängerinnen) als dauerhafte Einrichtung in die «Teutonia» integriert wurde, inzwischen nicht mehr wegzudenken ist und im Jahre 2007 zur rechtlichen Gründung des Frauenchors als zweites Standbein des Vereins führte. Seitdem bereichert die «Teutonia» in den Chorgattungen Männerchor, Frauenchor und gemischter Chor das musikalische Leben in Villmar und weit darüber hinaus.

Schon jetzt lädt der Erste Vorsitzende Knuth Hartmann im Namen der Teutonia die Bevölkerung ganz herzlich zum Besuch der Veranstaltungen ein.

Lust am Singen
Wer jetzt Lust am Singen bekommen hat, ist jederzeit eingeladen, unverbindlich einen Probeabend zu besuchen. Die Proben sind: Mittwochs 19.30 Uhr Frauen und 20.15 Männer im Vereinslokal «Nassauer Hof».

Bei dieser Gelegenheit weist Pressewartin Sabine Stingl auf die am 15. Januar um 20 Uhr im Foyer der König-Konrad-Halle stattfindende Jahreshauptversammlung hin. Da Ehrungen und Wahlen anstehen, wird um zahlreiches Erscheinen gebeten.
Wer mehr über die «Teutonia» erfahren möchte, für den lohnt sich ein Blick ins Internet unter http://www.teutonia-villmar.de. Darüber hinaus stehen Knuth Hartmann sowie Sabine Stingl jederzeit für Fragen zur Verfügung. Hvo
© 2011 Nassauische Neue Presse


17.01.2011
Seit Jahrzehnten treue «Teutonen»

Für ihre langjährige Treue zum Verein ehrte Vorsitzender Knuth Hartmann (re. hi.) folgende Sangesbrüder (v. li.): Klaus Millimonka, Wilfried Franz, Manfred Rupp, Detlef Schmidt, Thomas Dornoff, Willi Müller, Peter Meuth, Willi Jaick, Dr. Manfred Schmidt und Raimund Brahm. Foto:Volkwein

Zahlreiche Ehrungen und die Wahl des erweiterten Vorstandes standen im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung des MGV «Teutonia» Villmar im Foyer der König-Konrad-Halle.

Nach einem Rückblick des Ersten Vorsitzenden Knuth Hartmann berichtete Kassenwart Wolfgang Friedrich über die Finanzen und bekam von den Kassenprüfern einwandfreie Kassenführung bescheinigt. Für langjährige Treue zur Teutonia ehrte Knuth Hartmann folgende Mitglieder: Thomas Dornhoff (25 Jahre) sowie für 40-jährige Vereinszugehörigkeit Raimund Brahm, Peter Meuth, Willi Müller, Manfred Schmidt und Detlef Schmidt; seit 50 Jahren treuer Teutone ist Manfred Rupp und 60 Jahre Willi Jaik und Klaus Millimonka. In Abwesenheit wurden außerdem geehrt: für 25 Jahre Ulrich Roßbach, Jürgen Caspari und Winfried Laux, für 40 Jahre Mathias Sahl-Brack, Werner Schmidt und Erwin Roth, für 50 Jahre Alfred Laux und Johannes Heun und für 60-jährige Vereinszugehörigkeit Benno Brahm und Franz Werner.

Hartmann betonte, dass die Geehrten durch ihre Treue das Band der Beständigkeit des Vereins erhalten. Seit vielen Jahren in der Gemeinschaft eingebunden, hoffe er, dass die Teutonia auch in Zukunft auf ihr Mitwirken hoffen darf.
Vor der Wahl des Vorstands verabschiedete Hartmann den Sangesbruder Alfred Schermuly aus dem Vereinsvorstand. Schermuly, seit 56 Jahren aktiver Sänger, davon 40 Jahre Vorstandsmitglied und mit der Aufgabe des Ersten Notenwarts betraut, stand nicht mehr zur Verfügung und wurde mit langanhaltendem Beifall und einem kleinen Präsent aus seiner Funktion verabschiedet. Er bleibt aber den Teutonen als Sänger erhalten, betonte Hartmann.

Die Wahl des erweiterten Vorstandes brachte keine Veränderungen. Er setzt sich folgendermaßen zusammen: Sabine Stingl (Presse und Öffentlichkeitsarbeit), Martin Trimpler (stellvertretender Kassierer), Johann Rubröder (Erster Notenwart), Anja Rubröder (Noten-wartin) beim Frauenchor, Mario Mathesius (Jugendwart), Gisbert Scheu (Deko und technische Leitung), Rudolf Wünschmann (stellvertretender Chorleiter), Rudolf Laux, Hubert Haller, Elfriede Michel, Angelika Lessing (alle Beisitzer) und Winfried Meuser (Vertreter der fördernden Mitglieder). Zum Abschluss sprach Hartmann die Veranstaltungen anlässlich des 175-jährigen Jubiläums an und äußerte das Unverständnis darüber, dass das langjährige Vereinslokal «Nassauer Hof» zwangsweise geschlossen worden sei. Hvo
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28.02.2011
Frauen sind heute gerne "Teutonen"
Einer der ältesten Vereine im Deutschen Sängerbund wird 175 Jahre alt: "MGV Teutonia Villmar"

Villmar (zi). Er gehört mit zu den ältesten Vereinen im Deutschen Sängerbund und hat über sieben Generationen das kulturelle und soziale Leben in der Gemeinde Villmar mitgeprägt: Der Männergesangverein "Teutonia" wird 2011 stolze 175 Jahre alt.

Einen in den Augen mancher Traditionalisten geradezu "revolutionären" Schritt wagte die "Teutonia" im Jahre 2004 mit der Einrichtung eines Frauenprojektchores, der ursprünglich nur für die Mitwirkung beim Jubiläumskonzert 2006 gegründet wurde.

Zur Überraschung vieler gefiel den Frauen das gemeinsame Singen so gut, dass der Frauenchor (40 Sängerinnen) als dauerhafte Einrichtung in die "Teutonia" integriert wurde.
Seitdem bereichert die "Teutonia" in den Chorgattungen Männerchor, Frauenchor und gemischter Chor das musikalische Leben in Villmar und weit darüber hinaus.
Die Teutonen starten das Jubiläumsjahr mit einem Gedenkgottesdienst.

Dieser findet statt am Sonntag, 13. März, 10 Uhr ,in der St. Peter und Paul Kirche in Villmar.
Am Samstag, 19. März, 19.30 Uhr, soll der Geburtstag im Rahmen einer akademischen Feier in der König-Konrad-Halle Villmar gefeiert werden.

Die weiteren Veranstaltungen im Jubiläumsjahr:
14. Mai, Rückblick 175 Jahre,
19. Juni, Groschenfest,
20. August, Gruppensingen der Sängergruppe III,
22. Oktober, Jubiläumskonzert.
Mehr unter http://www.teutonia-villmar.de.
Der im Jahre 1836 gegründete Männerchor ist der drittälteste Gesangverein im Kreis Limburg-Weilburg. In Villmar ist die "Teutonia" der älteste Ortsverein.
Es war eine kleine Schar begeisterter junger Männer, die sich zusammenfanden und den Gesangverein "Teutonia" gründeten. Die Wahl des Namens "Teutonia" - nach dem germanischen Stamme der Teutonen - lässt vermuten, dass neben der Liebe zum Gesang auch der Nationalismus der ersten Gesangvereine dabei eine Rolle spielte. Im Jahre 1920 trennte sich ein Teil der Sänger von der "Teutonia" und gründete einen eigenen Verein, den auch heute noch bestehenden "Quartettverein" Villmar.
In der Nachkriegszeit gingen auch unvergessene Kappensitzungen und Operettenaufführungen in die Vereinsgeschichte ein. Unter Chorleiter Berthold Egenolf (1953 bis 1992) verlagerte die "Teutonia" ihren Schwerpunkt auf anspruchsvolle Konzerte und die Teilnahme an Bundesleistungssingen und Bundessängerfesten.
Auch Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen standen auf dem Programm.
In der Vereinschronik heißt es dazu: "Ernsthaftes künstlerisches Bemühen unter Verzicht auf modisch reißerische Oberflächlichkeit rückte in den Mittelpunkt der Chorarbeit.
An diesem Anspruch hielt die heute etwa 50 Sänger zählende "Teutonia" auch unter ihrem Dirigenten Georg Hilfrich fest.
Festkonzert war ein Höhepunkt
Die regelmäßigen Konzerte der "Teutonia" zeichnen sich durch ein hohes musikalisches Niveau, sorgsam ausgewählte und zusammengestellte Chorliteratur und abwechslungsreiche Solisten- und Instrumentalbeiträge aus".
Einer der Höhepunkte der jüngeren Vereinsgeschichte sei das Festkonzert aus Anlass des 150-jährigen Bestehens gemeinsam mit dem Frankfurter Dornbusch-Orchester und die Aufführung von Carl Orffs "Carmina Burana" gewesen.
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Dokument erstellt am 25.02.2011 um 19:00:23 Uhr



08.03.2011
MGV «Teutonia» feiert sein 175. Jubiläum

Der MGV «Teutonia» Villmar feiert in diesem Jahr sein 175-jähriges Bestehen. Damit gehört der Chor zu den ältesten Vereinen im Deutschen Sängerbund und hat über sieben Generationen das kulturelle und soziale Leben in der Gemeinde Villmar und der Region mitgeprägt. Dies erforderte einerseits das uneigennützige und ehrenamtliche Engagement vieler Mitglieder und andererseits eine stetige Weiterentwicklung und Aufgeschlossenheit für das Neue auf dem Fundament einer langjährigen Tradition.
Einen in mancher Augen «revolutionären» Schritt wagte die «Teutonia» im Jahr 2004 mit der Einrichtung eines Frauenprojektchores, der ursprünglich nur für die Mitwirkung am Jubiläumskonzert 2006 gegründet wurde. Zur Überraschung vieler gefiel den mitwirkenden Frauen das gemeinsame Singen so gut, dass der Frauenchor (40 Sängerinnen) als dauerhafte Einrichtung in die «Teutonia» integriert wurde und 2007 zur rechtlichen Gründung des Frauenchors als zweites Standbein des Vereins führte. Seitdem bereichert die «Teutonia» in den Chor-Gattungen Männerchor, Frauenchor und gemischter Chor das musikalische Leben in Villmar und weit darüber hinaus.

Für den Verein ist dieses Jubiläum ein Anlass, dankbar den Blick in die Vergangenheit zu richten und sich gleichzeitig im Blick nach vorn auf die Zukunft zu besinnen. Mit mehreren Jubiläumsveranstaltungen wird sich der Verein in vielen Facetten präsentieren und für das Mitsingen im Chor werben.
Die Teutonen starten das Jubiläumsjahr mit einem Gedenkgottesdienst am kommenden Sonntag, 13. März, um 10 Uhr in der Kirche St. Peter und Paul zu Villmar.

Am Samstag, 19. März, 19.30 Uhr, wollen die Mitglieder den Geburtstag ihres Vereins im Rahmen einer Jubiläumsfeier («Akademische Feier») in der König-Konrad-Halle Villmar mit den Mitgliedern des Vereins und Repräsentanten aus Kirche, Kommunen, Kultur und Gesellschaft begehen. Schon heute möchte der Verein auf die weiteren Veranstaltungen im Jubiläumsjahr hinweisen:

  • 14. Mai Rückblick 175 Jahre,
  • 19. Juni Groschenfest,
  • 20. August Gruppensingen der Sängergruppe III,
  • 22. Oktober Jubiläumskonzert.

Wer mehr über die «Teutonia» erfahren möchte, für den lohnt sich ein Blick ins Internet unter http://www.teutonia-villmar.de. Darüber hinaus stehen Knuth Hartmann sowie Sabine Stingl jederzeit für Fragen zur Verfügung. Nnp
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21.03.2011, 00:00 Uhr
Von Margit Bach
Villmar

Seit 2007 singen auch Frauen mit

Männergesangverein "Teutonia" Villmar feiert sein 175-jähriges Bestehen

Villmar. Wenn der Männergesangverein "Teutonia" Villmar feiert, dann ist das immer etwas Besonderes. So auch am Samstagabend beim Festakt anlässlich des 175-jährigen Bestehens in der König-Konrad-Halle. Das dreistündige Programm war abwechslungsreich gestaltet und bot auch Außergewöhnliches.

Das begann schon mit der Begrüßung durch den Vorsitzenden Knut Hartmann, der es immer wieder versteht, die Zuhörer zum Schmunzeln zu bringen. So wies er beispielsweise die Gastredner gleich in ihre Grenzen, indem er genaue Anweisungen zu Länge und Stil der Ansprachen gab.

Bühne und Tische sind für den Festakt mit viel Liebe dekoriert worden.

Und dann die außergewöhnlich geschmückte Bühne: hier hatte sich ein wahrer floraler Künstler ausgelebt und wertvolle Werke mit weißen Blüten geschaffen. Gisbert Scheu und Winfried Müller zeichneten für das Bühnenbild verantwortlich, Cäcilia Scheu hatte in der ganzen Halle auf allen Tischen originelle Lämpchen mit Notenblatt-Papier gebastelt.

Außergewöhnlich war auch die Filmsequenz aus dem Jahr 1956, auf der der MGV mit dem Lied "Villmar, o Heimat" zu sehen und hören war - und wo schon das Hereintragen und Aufstellen der riesigen Leinwand mehr als zehn Sänger etwas atemberaubend wirkte.

Sehr originell und ungewöhnlich war der Festvortrag von Wilfried Istel: Da 1879 bei einem Brand das Notenmaterial und die Aufzeichnungen aus den Gründerjahren vernichtet wurden, hat er die Geschichte ein wenig interpretiert wiedergegeben.

So sei der Anlass zur Vereinsgründung 1836 darin zu finden, dass die Männer sich überlegten, wie sie von zuhause fort konnten, um sich ein wenig fernab der Gattin zu amüsieren. Sie erinnerten sich an Goethes Aussage von "Wein, Weib und Gesang" und entschlossen sich - da die ersten beiden Dinge vorhanden waren - mit dem Singen anzufangen.

Schöne Anekdötchen zum Schmunzeln schilderte Wilfried Istel, so etwa dass Studienrat Fritz Seidel alles akribisch genau in einem Heft eintrug, dieses wegen Abnutzung sogar wieder abschrieb und anschließend eine genaue Anleitung zum Lesen dieses kostbaren Heftes mitlieferte ("in der linken Hand halten, niemals den Finger beim Umschlagen der Seite vorher ablecken, keine Knicke in das Papier machen" und anderes mehr). Auch dass Chorleiter Berthold Egenolf gesagt habe: "Die Töne streicheln bis sie zart werden" gab der Festredner zum Besten.

Das musikalische Programm des Festaktes war von großer Qualität: So begrüßten die Jubilare ihre Gäste mit dem "Vorspruch" und anschließend zusammen mit dem seit fünf Jahren angeschlossenen Frauenchor der "Teutonia" mit dem feierlichen "Signum": Der Vortrag der 75 Männer und Frauen unter der Leitung von Dr. Georg Hilfrich war wunderbar. Musik ganz anderer Art brachte die "Oldie-Band" der Freiwilligen Feuerwehr Villmar auf die Bühne: Das Blasorchester unter der Leitung von Wolfgang Caspari erfreute mit heiteren Klängen.

Der Quartettverein Villmar mit dem Ersatz-Dirigenten Thomas Roth gefiel mit zwei sehr schönen Vorträgen, und der Kirchenchor "St. Peter und Paul" mit Jutta Sode an Taktstock und Klavier begeisterten unter anderem mit "Wir machen Musik". Glückwünsche und Geschenke überbrachte Bürgermeister Hermann Hepp: "Der MGV Teutonia Villmar ist ein Stück Villmar, auf das wir sehr stolz sind und das seit 175 Jahren Kultur für unser Dorf bedeutet", sagte er.

"Gesang ist die Sprache der Seele", sprach der erste Kreisbeigeordnete Helmut Jung. In der modernen Industriegesellschaft spiele das Singen in der Gemeinschaft eine wichtige Rolle, fügte Gerhard Voss, der Vorsitzende des Sängerkreises Limburg, an.

Für den Quartettverein und als Vorsitzender der Gruppe drei im Sängerkreis Limburg gratulierte Raimund Werner, der das harmonische Miteinander der beiden Villmarer Chöre lobte. Für die Ortsvereine überbrachte Ursel Scheu Glückwünsche. Die stellvertretende Präsidentin des Hessischen Sängerbundes, Brigitte Rhein, schließlich sagte, dass die Teutonia im Kreis der drittälteste Verein sei, auf Hessenebene von 2200 Chören auf Platz 13 rangiere und bundesweit unter 27000 Chören den 184. Rang einnehme. "Der Chorgesang geht mit so einem Chor wie der Teutonia in eine gute Zukunft", schloss sie. Der Vorsitzende Knuth Hartmann ehrte auch drei Männer für 55-jährige Mitgliedschaft: Josef Höhler, Hans Caspari und Karl-Heinz Behr.

Aus der Geschichte Der im Jahre 1836 gegründete Männerchor "Teutonia" ist der drittälteste im Kreis Limburg-Weilburg. In Villmar ist die "Teutonia" der älteste Ortsverein.
Es war eine kleine Schar junger Männer, die den Gesangverein gründeten. Die Wahl des Namens "Teutonia" - nach dem germanischen Stamme der Teutonen - weist auf die patriotische Tendenz der ersten Gesangvereine hin. Neben der Liebe zum Liede weist er auf den Drang zur Freiheit hin - beides dürfte den Gründern als Ideal vorgeschwebt haben.

Neue Wege ging die "Teutonia" im Jahr 2004 mit der Einrichtung eines Frauenprojektchors. Er wirkte beim Jubiläumskonzert 2006 mit. Seit 2007 gibt es neben dem Männerchor auch einen Frauenchor und einen Gemischten Chor.
Trotz des respektvollen Alters, auf das die "Teutonia" zurückblickenkann, ist der Verein auf dem Fundament einer langen Tradition jung und aufgeschlossen für das Neue geblieben. Neben der Pflege des Chorgesangs sind auch das stetige Engagement für das örtliche Gemeinwesen und die vielfältigen Vereinsaktivitäten der "Teutonia" hervorzuheben.
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Dokument erstellt am 22.03.2011 um 23:29:41 Uhr



21.03.2011
175 Jahre «Teutonia»



Karl-Heinz Behr, Hans Caspari und Josef Höhler (von links) wurden als dienstälteste Aktive geehrt. Fotos: Klöppel

Ein Höhepunkt des Abends war ein Filmausschnitt aus dem Jahr 1956. Voller Inbrunst sangen 100 Aktive, dirigiert von Josef Wünschmann, die Villmar-Hymne «Heimat, o Heimat». Hans Caspari, Josef Höhler und Karl-Heinz Behr gehören mit über 80 Jahren immer noch dem Chor an und erhielten dafür von Vorsitzenden Knut Hartmann Präsente. Der Vierte im Bunde, Edmund Jaik, war verhindert.


Bürgermeister Hermann Hepp (CDU) sagte, 1836 seien die Zeiten ganz anders gewesen. Es habe keine Fernseher gegeben, und die Männer hätten nach harter Arbeit unter dem Motto «Ein Lied geht immer» ein wenig Abwechslung gesucht. Seit Generationen sei die «Teutonia» eine Bereicherung für Villmar. Der Erste Kreisbeigeordneter Helmut Jung (SPD) bescheinigte dem 49 Männer starken Chor eine beachtliche Leistung. Leider hätten viele Chöre Nachwuchsprobleme. Jung denkt, wenn diese von der Bildfläche verschwinden würden, würde uns allen «etwas Tiefes in der Seele» fehlen. Der Sängerkreisvorsitzende Gerhard Voss sagte, die «Teutonia» lebe in Gemeinschaft vorbildlich Tradition. Idealismus, Ausdauer und Treue seien Werte, die die Sänger verkörperten. Es gebe nicht viele Vereine, die es schafften, über einen solch langen Zeitraum erfolgreich zu bleiben.

Konkurrenz zu Quartettlern

Raimund Werner, Vorsitzender des 1920 von «Teutonia»-Abweichlern gegründeten Quartettvereins, betonte, dass heute zwischen beiden Chören wieder ein harmonisches Miteinander herrsche. Hartmann freute sich ebenfalls über die wieder guten Beziehungen der beiden örtlichen Gesangvereine. Zu Zeiten der Großväter sei es nämlich noch heiß zur Sache gegangen.
Ursula Scheu als Vertreterin der Ortsvereine lobte, dass der Verein sich mittlerweile Frauen geöffnet und damit Anpassungsfähigkeit an sich ändernde Zeiten gezeigt habe. Die stellvertretende Präsidentin des Hessischen Sängerbundes, Brigitte Rhein, meinte, es sei gut, dass der Chor seinem Namen nicht alle Ehre mache. Denn die echten Teutonen hätten mit furchtbarem Geschrei versucht, die Gegner zu beeindrucken. Keineswegs sei es selbstverständlich, dass ein Chor so lange bestehe und nach wie vor gut aufgestellt sei. Dies liege wohl an der großen Konkurrenz von guten Chören im Sängerkreis Limburg.

Wilfried Istel erzählte Episoden aus der Vereinsgeschichte. Da es aus der Gründungszeit aber keine schriftlichen Unterlagen mehr gibt, könne über die Hintergründe der «Teutonia»-Anfänge nur spekuliert werden. Wie Istel andeutete, spielte sicherlich die fehlende Mobilität der Menschen damals und wenige sonstige Freizeitmöglichkeiten eine Rolle, dass junge Leute einen Gesangverein als Treffpunkt suchten. Obwohl es früher viel strenger zur Sache ging und beispielsweise Fritz Seidel, Schullehrer und Dirigent nach dem Zweiten Weltkrieg, in seinen schriftlichen Hinterlassenschaften die Sänger wegen Unpünktlichkeit noch scharf maßregelte. Früher wurden bei der «Teutonia» auch Opern und Theaterstücke aufgeführt. Die Wahl des Namens «Teutonia» – nach dem germanischen Stamme der Teutonen – weist darauf hin, dass die patriotische Tendenz der ersten Gesangvereine neben der Liebe zum Liede auch den Gründern der «Teutonia» als Ideal vorschwebte.

Die Akademische Feier gestalteten neben den Gastgebern (Leitung: Dr. Georg Hilfrich) und dem Quartettverein noch der Kirchenchor «St. Peter und Paul» sowie die Oldie-Band der Villmarer Feuerwehr mit. Das schöne Bühnenbild hatten Gisbert Scheu und Winfried Müller gestaltet, die Tischdekoration Charlette und Cäcilia Scheu.rok
© 2011 Nassauische Neue Presse


04.04.2011
Teutonia-Geschichte hinter Glas



Exponate aus der Geschichte der Teutonia sind in Villmar ausgestellt.

Der MGV Teutonia Villmar feiert 2011 sein 175-jähriges Bestehen, und aus diesem Anlass präsentiert der Verein im April seine Geschichte in der Villmarer Filiale der Kreissparkasse Weilburg.

Gezeigt werden Raritäten wie alte Liederbücher zum Beispiel von 1894, diverse Fotos, Urkunden und viele weitere stumme Zeugen der langjährigen Vereinsgeschichte.

Das Highlight ist ein fast ein Meter hoher Tonkrug aus dem Kannenbäckerland, welcher bei einem Gesangswettstreit in den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts in Höhr-Grenzhausen ersungen wurde. Die Exponate sind während der Öffnungszeiten in der Filiale in der Grabenstraße zu besichtigen.
Die Kreissparkasse hat die Jubiläumsfeierlichkeiten finanziell unterstützt, die Spende wurde im Rahmen der akademischen Feier vom dort anwesenden Hauptgeschäftsstellenleiter Ingo Messinger an den Ersten Vorsitzenden des Vereins, Knut Hartmann, überreicht.

Villmarer Vereine, welche auch ihre Arbeit der Öffentlichkeit einmal derart präsentieren möchten, wenden sich bitte an die Geschäftsstelle in Villmar unter Telefon:  (0 64 71) 3 12 34 00.nnp
© 2011 Taunus Zeitung


04.05.2011
Rückblick der besonderen Art

Einen weiteren Höhepunkt im Jubiläumsjahr des MGV Teutonia Villmar erwartet die Bevölkerung am Samstag, 14. Mai, 19.30 Uhr, in der König-Konrad-Halle. Schon seit Monaten laufen die Vorbereitungen für diesen ganz besonderen Rückblick des 175-jährigen Chores. Auf mehreren Leinwänden sowie einer Großleinwand werden Filmausschnitte und Bilder aus diversen Veranstaltungen des Chores über Projektoren präsentiert. Ob Kirmes, Vereinsfahrten ins In- und Ausland oder zahlreiche Auftritte, die Besucher dürfen sich auf eine breite Palette freuen. Interessant dürften auch diverse Ausschnitte werden, in denen sich heutige Erwachsene als Glühwürmchen in "Heinzelmännchens Wachtparade", als Zwerge aus der "Nussknacker Suite" oder als Mitwirkende bei der "Maus" wiedererkennen.

Weiterhin werden Bildwände aufgestellt, auf denen eine große Auswahl an Bildern aus den Jahren um 1900 bis zur Gegenwart zu sehen ist. Über ein Zwiegespräch zwischen einer jungen Sängerin und einem "betagten" Sänger hinsichtlich der früheren und gegenwärtigen Teutonia darf zudem geschmunzelt werden. Zudem werden auch der Gesang und Tanzbeiträge nicht zu kurz kommen. Als Abschluss dieses Abends wird es für alle Anwesenden eine farbenfrohe und explosive Überraschung geben, die nicht verraten wird. Jk
© 2011 Nassauische Neue Presse


17.05.2011
Es lebe die Teutonia!



Humorvoll stellte Teutonia-Vorsitzender Knuth Hartmann die einzelnen Männerstimmen vor. Fotos: Schäfer

"Wohlan ihr Freunde, seid gegrüßt" intonierte der Chor unter der Leitung von Dr. Georg Hilfrich zum Auftakt. Teutonia-Vorsitzender Knuth Hartmann hieß die Besucher willkommen, unter ihnen Bürgermeister Hermann Hepp (CDU), der Erste Beigeordnete Arnold-Richard Lenz (SPD) sowie Pfarrer Günter Daum. Schirmherr Georg Weimer war verhindert. Humorvoll stellte Hartmann die einzelnen Stimmen des Chores vor.


Von den ersten 50 Jahren des Chores ist leider nichts Schriftliches überliefert, wurden doch alle Aufzeichnungen bei einem Brand Ende des 19. Jahrhunderts vernichtet. Als dem Hoch- und Deutschmeister musikalisch durch den Chor gedacht wurde, klatschte das Publikum begeistert mit.
Seit sieben Jahren hat die Teutonia auch einen Frauenchor. "Wir freuen uns, dass wir diesen Zuwachs haben", stellte Knuth Hartmann fest. "Die Damen haben uns ganz schön aufgemischt und viele neue Ideen eingebracht. Wir wollen sie nicht mehr missen", so der Vorsitzende. Die Frauen erfreuten mit drei Liedern, deren Texte vom legendären Heinz Erhardt stammen: "Tiril pipitt", "Die Kuh" und "Die polyglotte Katze".

Eine Entschuldigung der besonderen Art hatte der Chor für Joseph und Hella Höhler parat. Sie heirateten vor 59 Jahren, am 25. Mai 1952, in der katholischen Kirche in Villmar, und die Teutonia sang damals während der Brautmesse. Aus den Aufzeichnungen des damaligen Chorleiters Fritz Seidel geht hervor, dass die Sänger "ohne seelische Sammlung, unsicher und ohne Schwung" gesungen hätten, was wohl einer Veranstaltung der Sänger am Vortag geschuldet war. Knapp 60 Jahre danach sage der Chor, so Hartmann, nun Pardon für den verpatzten Auftritt und überreichte der damaligen Braut einen Blumenstrauß.

Die Tanzgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Villmar wusste mit einem höfischen Tanz aus dem 13. Jahrhundert zu gefallen, und Josef Caspari, Hans Caspari, Josef Höhler und Gisbert Scheu hatten einen musikalischen Auftritt als Quartett.
Große Aufmerksamkeit zog ein Filmbeitrag aus dem Jahr 1956 auf sich. Der Südwestfunk hatte damals über Lothar Hartmann, den Onkel des Teutonia-Vorsitzenden, einen Film in Villmar gedreht. Hartmann war bei dem Rundfunksender in Baden-Baden tätig und hatte sein 25. Dienstjubiläum gefeiert. Im Film enthalten war auch ein Auftritt der damaligen Teutonia-Sänger im Pfarrgarten. Sie intonierten seinerzeit "Villmar, o Heimat". Dieses Lied sang der gemischte Chor Teutonia auch zum Abschluss des Abends.
Im Foyer der König-Konrad-Halle waren Bildwände aufgestellt, auf denen eine große Auswahl an Bildern aus den Jahren um 1900 bis zur Gegenwart zu sehen war. Ein Feuerwerk, das als Überraschung geplant war, bei dem 175 Raketen in die Luft gehen sollten, wurde aufgrund der anhaltenden Trockenheit und damit gesteigerten Brandgefahr abgesagt.schp
© 2011 Nassauische Neue Presse


Villmar
Vergnügen für die ganze Familie
"Teutonia" Villmar feiert auf unterhaltsame Weise das 175-jährige Bestehen

Villmar (mb). Einen vergnüglichen Familienabend verlebten Mitglieder, Freunde und Anhänger der "Teutonia" Villmar am Samstag in der König-Konrad-Halle. Der Vorsitzende Knuth Hartmann schaffte es einmal mehr, das Publikum mit originellen Ausführungen zum Thema "175 Jahre Teutonia" zu fesseln.


Diese Sänger waren bei der Familienfeier am Samstag in einem Film aus dem Jahre 1956 zu sehen.
Vorsitzender Knuth Hartmann dann folgen Benno Mühlbauer, Franz Werner, Franz Josef Bleul, Peter Laux, Jakob Höhler, Hans Caspari, Rudolf Wünschmann, Gisbert Scheu, Alfred Schermuly. (Fotos: Bach)

Auch alte Filme, eine Bilderausstellung und Zeitungsdokumente sowie Auftritte der Chöre machten den Abend zu einer rundum gelungenen Veranstaltung.

Für Heiterkeit sorgte Knuth Hartmann , als er zum Auftakt einen "alten Fehler aus der Vereinsgeschichte" zu beheben versuchte: So hat Fritz Seidel, der in den Jahren 1948 bis 1953 als Chorleiter in akribisch genauen Aufzeichnungen das Geschehen im Chor festhielt, auch die Hochzeit von Hella und Josef Höhler im Jahre 1952 verewigt. Während das Brautpaar pünktlich in der Kirche erschien, kamen einige Sänger in der letzten Minute.

Auf großes Interesse stießen die Bildwände.


Und dann sei auch noch der Gesang seelenlos, unkonzentriert und nicht zufrieden stellend gewesen. Als Wiedergutmachung hat Knuth Hartmann nun dem Hochzeitspaar unter großem Beifall des Publikums einen Blumenstrauß überreicht. Den Chor stellte er so vor: "Der erste Tenor ist ein choriges Porzellanpüppchen, das sich leicht erkältet", sagte er und überreicht ihm eine Packung Hustenbonbons.

"Im zweiten Tenor zu singen, ist kein Vergnügen. Denn er ist nur der Wasserträger vom ersten Tenor". Im ersten Bass würden sich die Alleskönner aufhalten, fuhr Hartmann fort, die allen chorischen Anforderungen erhobenen Hauptes trotzen und eine gutmütige Herde sein würden. Und ein Lied ohne den zweiten Bass sei "wie ein Haus ohne Fundament". Allerdings habe Hilfrich darauf zu achten, dass aus den Brummern keine Murrer würden.
Beim Lied "Hoch und Deutschmeister" könne man das am besten hören.
Das Publikum - zu dem auch Bürgermeister Hermann Hepp, der Erste Beigeordnete Arnold Richard Lenz und Pfarrer Günter Daum gehörten - sang begeistert mit.

Ein Blick in alte Zeitungsartikel

Spaßiges und Ernstes bot auch der Blick in alte Zeitungsartikel.

14. Mai 1880: Bei einem schweren Gewitter schlug der Blitz in den Giebel der Gastwirtschaft "Germania" ein, nahm seinen Weg durch ein Zimmer im zweiten Stock, zertrümmerte eine Lampe und mehrere Blumentöpfe. Eine im Zimmer befindliche Frau kam mit dem Schrecken davon.

20. Juli 1886: Am nächsten Sonntag findet das 50jährige Stiftungsfest des Gesangvereins "Teutonia" statt. Dasselbe wird im schön gelegenen Waldstück Struth oberhalb des Fleckens gehalten. Es sind bereits über 20 Vereine zur Teilnahme angemeldet. Eben wird rüstig an Kränzen und Girlanden gearbeitet, damit auch die Straßen des Ortes ein festliches Aussehen erhalten und die auswärtigen Gäste sehen können, wie willkommen sie sind.

24. Juni 1889: Wie man mitteilt, ist auf dem am letzten Sonntag zu Laubuseschbach abgehaltenen Sängerfest die Sängertribüne zusammengestürzt und sind hierbei mehrere kostbare Fahnen auswärtiger Vereine zerrissen worden. Auch der Villmarer Gesangverein hat seine Fahne dabei eingebüßt und kehrte am Sonntagabend ohne selbige vom Feste zurück.

Zum Gelingen des Abends trug auch die Tanzgruppe der Feuerwehr bei. Der Frauenchor der Teutonia begeisterte unter anderem mit drei lustigen Liedern nach Gedichten von Heinz Ehrhardt.
Dokumenten Information
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Dokument erstellt am 15.05.2011 um 19:07:08 Uhr
Letzte Änderung am 15.05.2011 um 19:47:20 Uhr



Orgel und Trompete von zwei Könnern
Villmar. Auf einen weiteren Höhepunkt im Rahmen des 175-jährigen Bestehens des MGV Teutonia Villmar dürfen sich die Besucher der Pfarrkirche Villmar am kommenden Sonntag, 28. August, um 16.30 Uhr freuen. Markus Ruckes (Trompete) und Dr. Georg Hilfrich (Orgel) spielen in einem etwa 50-minütigen Konzert unter anderem Werke von Bach, Böhme, Clarke, Franck, Händel, Purcell und Smetana.

Markus Ruckes (Jahrgang 1990) bekam seinen ersten Klavierunterricht bereits mit sechs Jahren. Sein Lieblingsinstrument, die Trompete, entdeckte er im Alter von neun Jahren. In den Jahren 2003 und 2006 war er mehrfacher Preisträger bei "Jugend musiziert" im Fach Trompete mit Dr. Georg Hilfrich als Klavierbegleiter. 2004 wurde Markus Ruckes in das Hessische Landes-Jugendsinfonieorchester aufgenommen. Seit 2007 studiert er an der Hochschule für darstellende Kunst und Musik in Frankfurt am Main Orchestermusik bei Prof. Schuhwerk. 2010 gehörte er zum Ensemble der "Jungen Deutschen Philharmonie", dem Elite-Orchester der deutschen Musikhochschulen.

Dr. Georg Hilfrich (51) erhielt schon früheine fundierte Instrumental- und Chorleiterausbildung, unter anderem bei den Limburger Domsingknaben. 1983 absolvierte er die A-Chorleiterprüfung am Konservatorium mit der Bestnote "summa cum laude". 1989 machte er das Kirchenmusikexamen mit Auszeichnung. Besondere Impulse bekam er von 1990 bis 2002 als Chorassistent von Miroslav Kosler mit dem Prager Männerchor und durch Hospitationen an der Staatsoper und am Nationaltheater Prag.

2002 wurde beim Ungarischen Rundfunk in Budapest eine CD mit eigenen Werken eingespielt. Als Pianist und Orgelbegleiter trat er in zahlreichen Funk- und Fernsehsendungen auf (unter anderem mit Johannes Kalpers, Solisten der Bayrischen Staatsoper, Mailänder Scala und der Opera Classica Europa). 2009 wurde ihm der Titel Musikdirektor FDB verliehen.

Der Eintritt zu dem Kirchenkonzert ist frei; Spenden sind selbstverständlich willkommen.
(nnp) Artikel vom 24. August 2011, 03.23 Uhr (letzte Änderung 24. August 2011, 05.15 Uhr)


31.08.2011
Eine gelungene Klangschmelze

Markus Ruckes (links) und Georg Hilfrich bestritten gemeinsam das Nachmittagskonzert in der Villmarer Pfarrkirche. Foto: Schäfer

Mit einer musikalisch hochwertigen Stunde in der katholischen Kirche "Peter und Paul" Villmar haben Dr. Georg Hilfrich an der Orgel und Markus Ruckes (Trompete) einen weiteren Beitrag zu den Feierlichkeiten des 175-jährigen Jubiläums des MGV "Teutonia" Villmar geleistet.

Warum denn in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Dieses Zitat vonGoethe ist zweifellos angebracht als Antwort auf die Frage, ob es denn immer ein Konzert in Wiesbaden oder Frankfurt sein muss, wenn es um wirklich wunderbare Musik geht. Und nicht ohne Grund ist die Kombination Orgel und Trompete beliebt, bedeutet der Zusammenklang der beiden Instrumente doch eine Klangschönheit für sich und spielt auch musikgeschichtlich eine große Rolle. Wie dieser Zusammenklang "aussehen" kann, dokumentierten eindrucksvoll der Chorleiter der "Teutonia" Dr. Georg Hilfrich an der Orgel und Markus Ruckes auf seiner Trompete. Der eine dürfte einer der musikalischsten Zahnärzte Deutschlands sein, der andere einer der besten Nachwuchstrompeter des Landes.

Das Werk "Trumpet Tune" ganz zu Beginn des Konzertes von HenryPurcell (1659 - 1695), einem der nach wie vor bekanntesten britischen Komponisten, ließ schon erahnen, welche klangliche Verschmelzung von Orgel und Trompete auf die Besucher zukommen sollte. Wie könnte Johann Sebastian Bach fehlen, wenn es um Orgel- und Trompetenmusik geht? Dem bedeutenden Komponisten des Barock gedachten die beiden Musiker mit den Werken "Auf meinen lieben Gott", "Wohl mir, dass ich Jesum habe" und dem Adagio aus dem Concerto a-Moll. Einem weiteren grandiosen Komponisten des Barocks, dem es vorbehalten war, die Wirkung des Zusammenspiels der beiden Instrumente vollends in wundervolle Musik umzuwandeln, galt als Weiteres die Interpretation dreier kleiner Werke: Die Rede ist von Georg Friedrich Händel.

Toccata und Fuge

Einen kleinen "Bruch" gab es durch einen Komponisten des 19. Jahrhunderts, Léon Bollmann, durch die melancholische Weise "Prière à Notre Dame". Es folgten weitere musikalisch anspruchsvolle Stücke von Pietro Mascagni, Friedrich Smetana, Oskar Böhme und César Franck.

Georg Hilfrich wusste die verschiedenen Register und Klangfarben der Orgel der Villmarer Kirche gekonnt einzusetzen. Dass ihm dieses Instrument mit seinen vielfältigen Möglichkeiten sehr gut bekannt ist, kam der Nachmittagsmusik zugute. Sein Mitspieler Markus Ruckes dokumentierte den Zuhörern, dass sich für ihn die Mühe des Erlernens des nicht einfach zu spielenden Instrumentes Trompete gelohnt hat. Er konnte sein brillantes Können in vielen Momenten unter Beweis stellen, so auch beim letzten regulären Stück, dem "Rondeau" von Jeremiah Clarke, und bei der zweiten Zugabe in einem Satz von Georg Philipp Telemann (1681 - 1767). Georg Hilfrich hatte in der ersten Zugabe die Zuhörer mit dem wohl mit Abstand bekanntesten Werk der europäischen Orgelmusik, Toccata und Fuge in d-Moll von Bach, begeistert.

Dem musikalisch anspruchsvollen Nachmittag hätte man mehr Zuhörer gewünscht. Die einleitenden Worte und der Dank kamen von Knut Hartmann, dem "Teutonia"-Vorsitzenden, der "seinem" Chorleiter Dr. Georg Hilfrich (51), der seit einigen Wochen in Villmar wohnt, auch zum zehnjährigen Chorleiterjubiläum gratulierte, und Markus Ruckes (Jahrgang 1990) aus Selters zu Recht würdigte als einen Musiker, "von dem wir in Zukunft noch so einiges hören werden".schp
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31.08.2011
Eine gelungene Klangschmelze Durch Oper und Operette
Ein großes Jubiläumskonzert
Zu einem ganz besonderen musikalischen Hochgenuss im Rahmen des Jubiläums anlässlich des 175-jährigen Bestehens laden die Sängerinnen und Sänger des MGV "Teutonia" für Samstag, 22. Oktober, um 20 Uhr in die König-Konrad-Halle ein.

Besteht seit 175 Jahren: Die "Teutonia" im Jubiläumsjahr.

Unter dem Motto "Ein Streifzug durch Oper und Operette" werden fünf international bekannte Solisten, die Frankfurter Sinfoniker und der gemischte Chor der Teutonia Villmar weltbekannte Melodien von Mozart, Verdi, Lehár, Puccini, Smetana, Strauß und vielen anderen bedeutenden Komponisten darbieten. Das Konzert steht unter der Gesamtleitung von Musikdirektor FDB Dr. Georg Hilfrich.

Eintrittskarten gibt es im Vorverkauf zum Preis von 16 Euro bei allen Sängerinnen und Sängern, der Bäckerei Schmidt sowie im Schuhhaus Bleul. Restkarten werden an der Abendkasse zum Preis von 19 Euro verkauft.

Die Solisten

Michael Vaccaro (Tenor) hat mit seinem großen Repertoire Engagements an den großen Bühnen in Mailand, Wiesbaden, Frankfurt und Bayreuth. Seit 2006 singt er die großen Partien der Operette. 2009 sang er das Tenorsolo aus Beethovens 9. Sinfonie mit dem Orchestra del Teatro Olimpico di Vicenza. Seit 2004 inszeniert er mit großem internationalem Erfolg als Regisseur und Intendant der Opera Classica Europa die Opern "Aida", "Nabucco", "Othello" und "La Traviata" (Verdi), "Tosca" und "Madame Butterfly" (Puccini), "Carmen" (Bizet), "Barbier von Sevilla" (Rossini), "Freischütz" (Weber), "Fidelio" (Beethoven), "Die Zauberflöte" (Mozart) sowie nicht zuletzt "Cavalleria Rusticana" (Mascagni) und "I Pagliacci" (Leoncavallo).

Romana Vaccaro (Mezzosopran) erhielt nach ihrem Studium am Prager Konservatorium zweimal den 1. Preis beim gesamtstaatlichen Gesangswettbewerb der Tschechoslowakei. Bald darauf erhielt sie ein Stipendium des Richard-Wagner-Verbandes in Bayreuth. Neben ihrer Operntätigkeit als dramatischer Sopran am Staatstheater Wiesbaden ist Romana Vaccaro eine international gefragte und beliebte Konzertsängerin (zum Beispiel in Plovdiv, Constanza, Kiew und Florenz). Als Leiterin der Internationalen Opernakademie Bad Schwalbach ist sie eine erfolgreiche Gesangspädagogin und erteilte unter anderem Meisterkurse im Auftrag der University of Northern Colorado.

Juri Batukov (Bariton) sang schon während seines Studiums am Tschaikovsky-Konservatorium in Moskau Eugen Onegin, Conte in "Le Nozze di Figaro" und Germont in "La Traviata". Beim Radio France Festival sang er 2003 den Kardinal in "Die Jungfer von Orleans" (Tschaikovsky). Es folgten Engagements an der Wiener Volksoper und im Concertgebouw Amsterdam. Gastspiele führten ihn zum Teatro Real Madrid, zum Lincoln Center Festival New York, an die Opéra du Rhin Straßburg, an das Theatre Chatelet und das Theatre des Champs Elysées Paris und an die Königliche Oper Kopenhagen. Juri Batukov ist darüber hinaus ein im In- und Ausland gefragter Konzertsänger (Beethovens 9. Symphonie, Rossinis Petite Messe Solennelle sowie Mozarts Requiem).

Keith Ikaia-Purdy (Tenor) wird nach über zwei Jahrzehnten auf den führenden Bühnen der Welt als "einer der leuchtendsten Sterne am Tenorhimmel" bezeichnet. Einige seiner wichtigsten Auftritte waren z. B. an der Metropolitan Opera, Covent Garden, Mailänder Scala, Teatro Colon Buenos-Aires, Deutsche Oper Berlin, Royal Opera of Stockholm, Carnegie Hall und der Bayerischen Staatsoper. In zahlreichen internationalen TV-Ausstrahlungen wie "La Bohème" (Berliner Staatsoper), "Rosenkavalier" (Wiener Staatsoper unter Carlos Kleiber) und "Mefistofele" mit Riccardo Muti ist er in den führenden Hauptrollen zu sehen. Er ist einer der Stargäste bei den Festivals von Ravenna, Rheingau, Schleswig-Holstein, Ludwigsburg und Torre-del-Lago. Wohl am stärksten wird er mit der Wiener Staatsoper identifiziert, da er dort allein in den letzten 14 Spielzeiten in mehr als 250 Vorstellungen als Startenor zu erleben war.

Jessica Fründ (Sopran) studierte seit Februar 2006 an der Internationalen Opernakademie der L’Opera Piccola in Bad Schwalbach bei Romana Vaccaro. 2010 wurde sie Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes. Die 1989 geborene Sängerin absolvierte schon zahlreiche Konzerte, z.B. mit dem Dubrovnik Symphony Orchestra, den Frankfurter Sinfonikern, den Plovdiver Sinfonikern und dem Wiesbadener Johann-Strauß-Orchester in Frankreich, Spanien, Dubrovnik und Deutschland. 2010 sang sie ihre erste Hauptpartie, das Ännchen ("Der Freischütz"). Außerdem sang sie in der Produktion der Internationalen Opernakademie L’Opera Piccola die Susanna ("Die Hochzeit des Figaro"). 2011 war sie neben ihrem Debüt als Pamina ("Die Zauberflöte"), als Marzelline ("Fidelio") auch als Papagena ("Die Zauberflöte") an der Kammeroper Frankfurt zu hören.

Die Frankfurter Sinfoniker bestehen seit 1982 und setzen sich zusammen aus Musikern des Hessischen Rundfunks, der Alten Oper Frankfurt und der Staatstheater Wiesbaden, Mainz und Darmstadt. Seit 2009 werden sie von Stefan Ottersbach geleitet. Das Ensemble gibt Opern-, Sinfonie- und Kirchenkonzerte, auch zusammen mit Vokalsolisten und Frauen-, Männer- oder gemischten Chören. Auf dem Gebiet der leichten Muse treten die Frankfurter Sinfoniker unter dem Namen Johann-Strauß-Orchester Frankfurt auf. (nnp)
Artikel vom 14. Oktober 2011, 03.22 Uhr (letzte Änderung 14. Oktober 2011, 05.00 Uhr)


Villmar
Ein Streifzug durch Oper und Operette
MGV Teutonia Villmar feiert 175. Jubiläum mit einem Konzert und großen Stars

Villmar (red). Auf 175 Jahre Geschichte blickt der MGV Teutonia Villmar zurück. Und das soll gefeiert werden - und zwar am Samstag, 22. Oktober, um 20 Uhr mit einem Konzert in der König-Konrad-Halle Villmar.

Für das Jubiläumskonzert hat der MGV Teutonia Vill... | mittelhessen.de

Der Abend soll ein Streifzug durch Oper und Operette werden. Die fünf Solisten Michael Vaccaro (Tenor), Romana Vaccaro (Mezzosopran), Juri Batukov (Bariton), Keith Ikaia-Purdy (Tenor) und Jessica Fründ (Sopran) sowie die Frankfurter Sinfoniker und der gemischte Chor der Teutonia Villmar werden Melodien von Mozart, Verdi, Lehár, Puccini, Smetana und Strauß singen.

Michael Vaccaro wurde bereits 1977 als Preisträger der "Licia-Albanese-Puccini-Stiftung" von Licia Albanese, Giuseppe di Stefano und Maria Callas in New York gefördert. Mit seinem Repertoire hat er Engagements an der Mailänder Scala, der Philadelphia Opera, dem Staatstheater Wiesbaden, der Oper Frankfurt und den Bayreuther Festspielen. Seit 2004 ist er Regisseur und Intendant der Opera Classica Europa.

Mezzosopraninstin Romana Vaccaro erhielt nach ihrem Studium am Prager Konservatorium ein Stipendium des Richard-Wagner-Verbandes in Bayreuth. Neben ihrer Operntätigkeit als dramatischer Sopran am Staatstheater Wiesbaden ist Vaccaro Konzertsängerin zum Beispiel in Plovdiv, Constanza, Kiew und Florenz. Zudem ist sie die Leiterin der Internationalen Opernakademie Bad Schwalbach.

Batukov studierte in Moskau am Tschaikovsky-Konservatorium. Es folgten Engagements in Jekaterinburg, an der Wiener Volksoper und im Concertgebouw Amsterdam. Er sang Nabucco, Falstaff, Tomski und den Fliegenden Holländer an verschiedenen deutschen Opernhäusern.

Ikaia-Purdy (Tenor) ist seit über zwei Jahrzehnten auf den führenden Bühnen der Welt unterwegs. Einige seiner wichtigsten Auftritte waren zum Beispiel an der Metropolitan Opera, an der Mailänder Scala, im Teatro Colon Buenos Aires, an der Deutschen Oper Berlin, der Royal Opera of Stockholm, in der Carnegie Hall und der Bayerischen Staatsoper. In internationalen TV-Ausstrahlungen ist er in den führenden Hauptrollen zu sehen.

Jessica Fründ (Sopran) studierte an der Internationalen Opernakademie der LOpera Piccola in Bad Schwalbach bei Romana Vaccaro. 2010 wurde sie Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes. Die 1989 geborene Sängerin absolvierte schon Konzerte unter anderem mit dem Dubrovnik Symphony Orchestra, den Frankfurter Sinfonikern und dem Wiesbadener Johann-Strauß-Orchester in Frankreich, Spanien, Dubrovnik und Deutschland. 2011 gab sie ihr Debüt an der Kammeroper Frankfurt.

Karten kosten im 16 bis 19 Euro

Die Frankfurter Sinfoniker bestehen seit 1982 und setzen sich zusammen aus Musikern des Hessischen Rundfunks, der Alten Oper Frankfurt und der Staatstheater Wiesbaden, Mainz und Darmstadt. Sie standen bis 2009 unter der Leitung von Günther Gräf, der dieses Ensemble auch mitbegründete. Seit 2009 wird es von Stefan Ottersbach geleitet.

Eintrittskarten gibt es im Vorverkauf zum Preis von 16 Euro bei allen Sängern, der Bäckerei Schmidt sowie im Schuhhaus Bleul. Restkarten werden an der Abendkasse zum Preis von 19 Euro verkauft.
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Dokument erstellt am 13.10.2011 um 18:24:10 Uhr



23.10.2011
Ein Labsal für die Seele
Ein Feuerwerk wundervoller Melodien zum Abschluss des Jubiläumsjahres der „Teutonia“ Villmar
Mit einem furiosen Konzert der Extraklasse hat der Chor "Teutonia" Villmar seinen Höhepunkt und Abschluss der Feierlichkeiten zum 175-jährigen Bestehen begangen.
Von Peter Schäfer


Maßgeblichen Anteil am Gelingen des brillanten Konzertes hatten die "Frankfurter Sinfoniker" und der Jubiläumschor im Hintergrund.

Villmar. Um es vorweg zu nehmen: Das Konzert zu den Feierlichkeiten des 175. "Geburtstages" der "Teutonia" Villmar war ohne Zweifel einer der kulturellen Höhepunkte in der Region in diesem Jahr. In einem Streifzug durch die Welt der Oper und Operette ließen sich die Besucher musikalisch entführen und erlebten einen phantastischen Abend. Die "Teutonia", die "Frankfurter Sinfoniker" und die Solisten entzückten 430 Besucher in der bis auf den letzten Platz besetzten König-Konrad-Halle von Anbeginn an.

Der Vorsitzende der "Teutonia", Knut Hartmann, charakterisierte zum Auftakt des Konzertes die Solisten Juri Batukov (Bariton), Keith Ikaia-Purdy (Tenor) und Michael Vaccaro (Tenor) als "Mousse au chocolat" und Romana Vaccaro (Mezzosopran) sowie Jessica Fründ als "die Sahnehäubchen". Wie Recht er doch haben sollte.

Im ersten Teil des Konzertes erlebten die Zuhörer "Filetstückchen" aus verschiedensten Opern: Die Ouvertüre aus der "Hochzeit des Figaro", "E lucevan le stelle" aus "Tosca", "La ci darem la mano" aus "Don Giovanni", der "Chor der Landleute" aus "Die verkaufte Braut", die vermutlich beiden schönsten Arien aus "Carmen": "Habanera" und "Toreador", der "Zigeunerchor" aus "Der Troubadur", "Intermezzo sinfonico" aus "Cavalleria rusticana", "Barcarole" aus "Hoffmanns Erzählungen", "Dio, che nee‘alma infondere" aus "Don Carlos", "Va pensiero" aus "Nabucco", "Nessum dorma" aus "Turandot" (endgültig weltbekannt geworden durch Paul Pott) sowie "Libiamo ne lieti calici" aus "La Traviata" – alles Vermächtnisse von Mozart, Puccini über Bizet, Verdi und anderen, die nie vergehen werden.

Beschwingt

Im zweiten Teil wurde es im wahrsten Sinne des Wortes beschwingter mit den Werken: "Einzugsmarsch" aus "Der Zigeunerbaron", Spiel" auf deiner Geige" aus "Venus in Seide", "Dein ist mein ganzes Herz" aus "Das Land des Lächelns", das "Vilja-Lied" sowie "Dann geh‘ ich ins Maxim" aus "Die lustige Witwe", der "Mondchor" aus "Die lustigen Weiber von Windsor", "Niemand liebt dich so wie ich" aus "Paganini", "Mein Herr Marquis" aus "Die Fledermaus", das "Wolgalied" aus "Der Zarewitsch", "Meine Lippen, sie küssen so heiß" aus "Giuditta" und "Lippen schweigen" aus "Die lustige Witwe": Johann Strauß, Fanz Lehár, Robert Stolz und andere ließen grüßen.

Das grandiose Ineinander- und Zusammenwirken des Chores, des Orchesters und der Solisten wurde zu Recht nach jedem dargebotenen Werk mit begeistertem Applaus des Publikums bedacht. Man hat den Solisten angemerkt, wie wohl sie sich in Villmar gefühlt haben. Tenor Michael Vaccaro verstand es zudem als Moderator, in charmanter und amüsanter Form die Konzertbesucher in die einzelnen Darbietungen einzuführen. Chor, Orchester und Solisten (wunderschön auch die Duette und Mehrfachstimmen) zeigten Höchstleistungen. Die Anstrengungen der letzten Monate für die Villmarer Sänger und Sängerinnen mit vielen Übungen und Trainingseinheiten hatte sich gelohnt. Das Engagement der Frankfurter Sinfoniker und die Auswahl der Solisten waren Glücksgriffe, verstanden diese doch auch, auf höchst professioneller Ebene nicht nur musikalisch zu überzeugen, sondern die Leute auch mit ihrer Schauspielerei zum Schmunzeln zu bringen.
Der Abend trug die Handschrift eines Mannes, der im wahrsten Sinne des Wortes den Ton angab: "Teutonia"-Chorleiter Dr. Georg Hilfrich, ein begnadeter Freund der Musik. Ihm oblag die Gesamtleitung, die er mit Bravour meisterte: engagiert, energisch, entschlossen, zielstrebig, einfühlsam.

Ihm war es gelungen, die Künstler auf der Bühne derart wunderbar einzusetzen, dass sich die Zuschauer zu wahren Begeisterungsstürmen hinreißen ließen. Mit dem "Champagnerlied" und "Time to say good-bye" verabschiedeten sich die Künstler mit einer Zugabe vom Publikum.

Wie zutreffend die Feststellung von Knut Hartmann doch war: "Wir leben zwar in der Provinz. Wir haben nichtsdestotrotz viel Kultur zu bieten." Dieser Abend war ein spektakulärer musikalischer Höhepunkt, eine Aneinanderreihung eines "klanglichen Feuerwerks" nach dem anderen, dem nach dem fantastischen Konzert auch noch ein richtiges Feuerwerk folgen sollte. Der Blick auf die beleuchtete Villmarer Brücke und auf die wunderschönen Farben am Sternenhimmel erzeugte nach dem Konzert bei vielen Besuchern noch einmal ein besonderes Gefühl. Der Abend in Villmar kann nur als "Labsal für die Seele" bezeichnet werden.
Artikel vom 23. Oktober 2011, 18.20 Uhr (letzte Änderung 24. Oktober 2011, 04.17 Uhr)


Villmar
"Teutonia" glänzt mit Konzert zum Jubiläum
Publikum bedankt sich mit Jubelrufen
Villmar. Das Konzert zum 175-jährigen Bestehen des Gesangvereins "Teutonia" Villmar ist dem Verein bestens gelungen. In der vollbesetzten König-Konrad-Halle verabschiedete das Publikum hervorragende Solisten und Musiker sowie den stark motivierten Chor mit Jubelrufen und stehenden Ovationen.


Orchester, Chor und Solisten bildeten beim Jubiläumskonzert der "Teutonia" eine leistungsstarke Einheit. (Foto: Schenk)

Der "Teutonia"-Vorsitzende Knut Hartmann freute sich, dass das Jubiläumskonzert zu einem herausragenden Ereignis in der Geschichte des drittältesten Gesangvereins im Landkreis wurde.

In Dr. Georg Hilfrich hat der stets auf Leistung ausgerichtete Männerchor - inzwischen ergänzt durch einen Frauenchor - im Jahr 2001 einen versierten Dirigenten gewonnen, der es versteht, die Chorgemeinschaft zu Glanzleistungen zu motivieren.
Das Konzert als Abschluss der Jubiläumsfeierlichkeiten bot einen Streifzug durch Oper und Operette. Den Frankfurter Sinfonikern, bestehend aus erfahrenen Musikern des Hessischen Rundfunks, der Alten Oper Frankfurt und der Staatstheater Wiesbaden, Mainz und Darmstadt, war es vorbehalten, den Melodienreigen mit der Presto-Ouvertüre aus "Die Hochzeit des Figaro" von Wolfgang Amadeus Mozart zu eröffnen. Danach bekam das begeisterte Auditorium die schönsten Arien und Melodien aus Oper und Operette serviert.
Tenor Keith Ikaia-Purdy, der auf führenden Bühnen gastiert, bekam mehrmals die Gelegenheit, seine große, fast heldenhafte Stimme in Arien wie "E lucevan le stelle" aus der dramatischen Oper "Tosca" von Giacomo Puccini zu präsentieren. Dazwischen führten die 75 Sängerinnen und Sänger der "Teutonia" den "Chor der Landleute" aus der "Verkauften Braut" von Friedrich Smetana voller Inbrunst auf.

Gastsolisten und Chor harmonieren
Auch das Zusammenwirken der vortrefflich ausgewählten Solisten mit dem gastgebenden Chor klappte ausgezeichnet. Michael Vaccaro, der von Bad Schalbach aus seit 2004 mit großem internationalem Erfolg als Regisseur und Intendant der "Opera Classica Europa" arbeitet, brachte sich wunderschön ein. Seine Ehefrau Romana, eine mit Höchstpreisen ausgezeichnete Mezzosopranistin, sang mit ihm im Duett "Niemand liebt dich so wie ich" aus dem "Paganini" von Franz Lehár. Sopranistin Jessica Fründ, eine Schülerin von Romana Vaccaro, zog das Publikum mit einer sowohl zierlichen als auch ausdrucksstarken Stimme in ihren Bann. Das "Wolgalied" aus dem "Zarewitsch" von Lehár war Michael Vaccaro wie auf den Leib geschrieben. Es gehörte mit zu den Höhepunkten des Abends.

Nicht zu vergessen der Bariton Juri Batukov, der für das Solistenquintett eine willkommene Ergänzung sowohl als Solist als auch in der Duettbesetzung bedeutete. Der im In- und Ausland gefragte Konzertsänger sang einfühlsam und ausdrucksstark. Als mit den unsterblichen Melodien von Franz Lehár (zum Abschluss "Lippen schweigen") das Jubiläumskonzert zu Ende ging und die Mitwirkenden zu mehreren Zugaben aufgefordert wurden, war man sich einig, dass diese Veranstaltung lange in Erinnerung bleiben wird. Jubelrufe und stehende Ovationen waren der Dank des Publikums.
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Dokument erstellt am 26.10.2011 um 23:29:51 Uhr



19.12.2011

Jahrzehnte treu zur "Teutonia"
"Teutonia"-Vorsitzender Knuth Hartmann, die langjährigen Sänger Mario Matthesius, Paul Roßbach und Johannes Rubröder sowie Sängerkreisvorsitzender Gerhard Voss. Foto: Klöppel Der MGV "Teutonia" Villmar nutzte seine Weihnachtsfeier, um auf die gelungene 175-Jahr-Feier zurückzublicken und verdiente Sänger zu ehren.

Sängerkreischef Gerhard Voss und "Teutonia"-Vorsitzender Knuth Hartmann überreichten in der König-Konrad-Halle am Samstagabend Urkunden an Paul Roßbach für 60 Jahre aktives Singen, Johannes Rubröder für 40 Jahre sowie Mario Matthesius für 25 Jahre. Seit 50 Jahren singt Heinz Kessels im Chor, der aber bei der Ehrung nicht anwesend sein konnte. Voss meinte, er sei im Festjahr häufig bei der "Teutonia" gewesen, und ihm habe besonders das Abschlusskonzert mit Orchester und Solisten sehr gefallen. "Das war beeindruckend. Ihr habt dieses Jahr wirklich sehr viel geleistet", lobte der Sängerkreisvorsitzende seine Villmarer Kameraden. Voss ist sich sicher, dass die "Teutonia" für die Zukunft richtig aufgestellt ist. Es sei ein guter Weg gewesen, im Verein bereits vor einigen Jahren einen Frauenchor zu gründen, der bereits häufig zusammen mit den Männern auftrete.

Voss meinte, um Jugend für die Chöre der Region zu gewinnen, brauche es in den Vereinen Kompromissbereitschaft. Und ebenfalls einen Dirigenten, der die Sänger mitzureißen vermöge. Den hat die "Teutonia" offensichtlich, denn Vorsitzender Knuth Hartmann fand nur positive Worte über Dirigent Dr. Georg Hilfrich, der zusammen mit den Sängern 2011 Großes geleistet und sich folglich ein besonderes Präsent verdient habe. Hartmann überreichte dem Chorleiter einen selbstgebastelten, beleuchteten Weihnachtsstern. Hilfrich sei oft für den Chor an die Grenzen seiner Belastbarkeit gegangen, sagte der "Teutonia"-Vorsitzende.

Auch die Sänger waren 2011 fleißiger denn je. So waren Rudolf Laux und Johannes Rubröder bei allen Proben anwesend, Anja Rubröder fehlte nur einmal und Katharina Caspari, Knuth Hartmann und vom Projektchor Michaele Jung jeweils nur zwei Mal. Lediglich drei Mal nicht anwesend waren Maria Schröder, Christa Langer, Angelika Lessing, Winfried Müller, Helmut Reich, Gerhard Höhler, Rudolf Schmidt, Paul Roßbach, Alwin Scheu und Detlef Martin.

Was im zurückliegenden Jahr sängerisch alles geboten wurde, zeigte ein Film über das Jubiläumsjahr. Interessenten können die DVD beim "Teutonia"-Vorstand vorbestellen. Rok
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